Die Sache mit der #Schufa

Eigentlich ist der Post ja schon wieder ne alte Kamelle. Das Hasso-Plattner-Institut hat den Projektvertrag mit der Schufa ja schon gekündigt und vermutlich wird die Schufa sich einen neuen Entwicklungspartner suchen müssen. Natürlich unter anderem Namen und von der Öffentlichkeit unentdeckt.

Als ich die Meldung das erste mal im Radio gehört habe gab es nur einen Gedanken:

Warum regt ihr Euch alle wieder auf?

Facebook erklärt ja recht öffentlich was man alles mit deren API machen kann und welche Rechte entsprechende Apps haben und bekommen wenn der Nutzer sie autorisiert. Ja was haben jetzt Apps mit der Schufa zu tun? Eigentlich nix, abgesehen von der Tatsache, dass die meisten da kein Problem haben die Hose virtuell runterzulassen. Da wird schonmal Flipboard, Twitter und diversen anderen Farm…. Apps der Zugriff gewährt ohne sich darüber Gedanken zu machen was es damit auf sich hat. Viel Schlimmer noch, dass es wieder mal EIN offizielle Hass-Projekt gab auf das sich alle stürzen konnten und man daneben, dahinter und darunter viele andere Projekte mit Eingriff in die Privatsphäre ignoriert.

Ich fühle mich wieder an das Theater mit Google Street View erinnert. Durch die Medien aufgeputscht haben die sicherheitsbedürftigen Reihenhausbesitzer dann im Web-Formular von Google ihre Daten hinterlassen um das fotografierte Haus verschleiern zu lassen. Einige Zeit später ist Microsoft durch die Gegend gefahren. Wenn hat es interessiert? Keine alte Sau!

So ist das Schufa-Thema dann wieder ein künstlicher Hype, um alle darauf aufmerksam zu machen wie gläsern sie sind. Ja aber moment mal….. bei Facebook steht doch nur euer eigener Mist. Wenn ihr euren Kindern also das Recht nehmt selbst zu entscheiden ob sie Bilder ihres Gesichts an das US-Unternehmen Facebook übergeben wollen, indem ihr jeden Furz fotografiert und online stellt, tja dann ist es EUER PROBLEM. Da ist dann nicht die Schufa schult oder Facebook oder Google+ sondern der Nutzer. Ich kenne (eigentlich erschreckend) reale Personen die unter 80 sind und deren Google-Suchergebnis beläuft sich auf …….. NULL

Manchmal sollte man vor der Nutzung von neuen Dingen einfach die Nutzungsbedingungen lesen und andere fragen, die sich mit so etwas auskennen. Wenn man das missachtet fällt man dann vielleicht einfach mal auf den Kopf.

Mit was? Mit Recht!

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4 thoughts on “Die Sache mit der #Schufa

  1. Bety

    Man sollte grundsätzlich versuchen seinen digitalen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Echte Namen anzugeben, wenn es sich vermeiden lässt oder Bilder mit richtigen Überschriften – das muss alles einfach nicht sein.

  2. Gerhard

    Sehr guter Beitrag! +++ (obwohl schon fast 1 Jahr vorbei ist)
    Deiner Meinung kann ich nur zustimmen – die meisten Leute handeln schlampig und beschweren sich später, als ob die Nutzung von Schufa, Facebook usw. obligatorisch ist.

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